Asylunterkunft oder Grundschule in Boxberger Str. ?

Haus B mit der 89. Grundschule, Boxberger Str. 1, Dresden-Prohlis - der rechte, erleuchtete Teil gehört zum Haus A der zukünftigen Asylunterkunft  bzw. kann man ja nun beide Teile mit Flüchtlingen belegen.

Die Politiker entschieden sich für die Asylunterkunft! 240 Schulkinder müssen in eine andere Schule.

Vielen Dank an die Lehrer und Horterzieher sowie an die Elternsprecher und Helfer, die den Umzug nun in ihrer Freizeit organisieren, sowie für das Verständnis der Eltern für die damit verbundenen Unterrichtsausfälle.

Mehr Infos zu diesem Thema auf folgenden Webseiten (alphabetisch geordnet):

Deutsche Wirtschafts Nachrichten

MDR

Radio Dresden

Sächsische Zeitung:

ZDF

Anmerkung:
Nachahmer ???
Die Eltern wurden am Mittwoch von der Schule gebeten, die Kinder zwecks Umzug am Donnerstag und Freitag nicht zum Unterricht zu bringen.
Der Brandsatz flog nachdem der Umzug bereits feststand und hatte nichts mit der Entscheidung zu tun.
Und der überwiegende "Inhalt" dieser Schule sind übrigens Niedersedlitzer und keine Prohliser.

Schule Boxberger Str. 1

Die Boxberger Str. 1 ist ein typisches Schulgebäude der DDR-Zeit. Haus A und B mit Verbindungstüren, mit gemeinsamen Schulhof und gemeinsamen Vorhof. Haus B wird aktuell von der 89. Grundschule während der Sanierung genutzt. Im Haus A sollen nun ab Freitag 09.10.15 150 Aslybewerber wohnen. Zudem sollen die sanitären Anlagen (WC/Dusche) künftig gemeinsam genutzt werden.

Um ins Haus B/Grundschule zu gelangen, muss man zwingend über den Vorhof von Haus A, der zudem noch unbeleuchtet ist (ganz zu schweigen von der Sturzgefahr durch die schiefen Gehwegplatten). Die Feuerwehrzufahrt für die Grundschule ist ebenfalls nur über den Hof von Haus A möglich.

Ausweichquartier "Boxberger Str." der 89. Grundschule aus Niedersedlitz:

Die gesamten Sommerferien 2014 hatten Lehrer und Eltern damit verbracht aus der maroden Boxberger Str.1 eine halbwegs annehmbare Grundschule zu machen. Ein Spielplatz wurde gebaut, Gras gesät, die Zimmer bunt gemalert und liebevoll eingerichtet. Aber diese Mühen zählen nicht.

Nachdem alles harmonisch lief und man sich mit der Situation arrangiert hatte, ist den Politikern an diesem Ort eine Asylunterkunft wichtiger als eine Grundschule. Die 240 Grundschüler müssen nach den Herbstferien in eine 10 km entfernte Schule am Terrassenufer im Zentrum von Dresden. Die Lehrer, Horterzieher, Elternsprecher und viele Helfer organisieren auf Hochtouren den Umzug. Viele Eltern sind letztlich fassungslos über diese Entscheidungen und Abläufe, aber sicherlich irgendwann froh, dem Irrsinn entkommen zu sein.

Nachtrag:

Mit etwas Abstand betrachtet, bleibt eine letzte Frage: War es von den Politikern von Anfang an geplant, dass die 89. Grundschule ans Terrassenufer soll?

Politiker sind schlaue, gebildete Menschen, die strategisch denken und sie müssen doch gewußt haben, dass die Eltern einer gemeinsame Nutzung von Grundschule und Asylheim niemals zustimmen würden. Aber die maximale Entfernung zu einer Grundschule ist mittlerweile per Gerichtsurteil auf maximal 30 min für Grundschüler festgelegt. Und nur wenn die Eltern in höchster Not dem zustimmen, kann diese Vorschrift wohl umgangen werden. Und diese Entscheidungen und der Beginn des Umzugs noch vor den Ferien kamen alle so schnell. Letztlich erhöht sich der Schulweg für die Kinder um 10 km Stadtverkehr. Was da wohl für Anfahrtszeiten rauskommen? Zumutbar? 

http://www.insoinfo.de/pages/aktuell/536-Schulweg:+Entfernung

10.12.2015: http://www.dnn.de/Dresden/Stadtpolitik/Boxberger-Strasse-ist-als-Schulstandort-verloren

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