Führung über den Lockwitzer Friedhof am Di., 30.07.2013

Friedhof Dresden-Lockwitz

Am Dienstag 30.07.2013 findet eine Führung über den historischen Friedhof in Dresden-Lockwitz statt mit vielen Infos rund um die Geschichte von Lockwitz.

Treff: 30.07.13, 18 Uhr Friedhofskapelle

Führer: Herr Weiß

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ihr Heimatverein Lockwitz

Bericht Frau Käker von der Friedhofsbesichtigung am 30.07.13

Der Lockwitzer Friedhof – einer der ältesten im Dresdner Stadtgebiet

Am 30.07.2013 fand das zweite offene Treffen des Lockwitzer Heimatvereins statt. Besucher waren herzlich willkommen, gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern etwas über die Geschichte des Lockwitzer Friedhofs zu erfahren. Das Angebot wurde von Groß und Klein, Jung und Alt rege angenommen.

Der Friedhofsverwalter, Herr Weiß, führte die Besucher über den Friedhof. Er begann sinnbildlich gesprochen beim "Dachboden", nämlich in der 1913 auf dem neuesten Teil des Friedhofs erbauten Kapelle mit einem Bleiglasfenster Lichtertragender Engel. Die Flammen leuchten in der Abendsonne, wie er den Besuchern eindrucksvoll präsentierte. Vom Dachboden ging es eine Etage tiefer zum Wahrzeichen des Lockwitzer Friedhofs, einer Begräbnissäule, auf dessen Spitze ein sinnender Engel thront. Herr Weiß berichtete, welche Mühen auf sich genommen werden mussten, um die Stele vor dem Verfall zu retten und zu erhalten. Die Restaurierung ist derzeit noch nicht abgeschlossen, einige steinerne Grabblüten müssen noch angebracht werden. Die Säule soll aber auch den Verfall zeigen, den der Lauf der Zeit nun einmal mit sich bringt, deshalb werden keine Maßnahmen ergriffen, um die Inschriften zu erhalten. Noch ist sie lesbar – eine Lobpreisung an die Mutter, die mit ihrem liebevollen Wesen die Familie zusammenhält.

Danach führte Herr Weiß die Besucher in den" Keller" des Friedhofs, in den 1623 errichteten Teil und zum einzigen vorhandenen Hausgrab, in dem ein Kind beerdigt ist. Der Zahn der Zeit nagte auch an diesem Grab: Das Dach war zusammengebrochen, die Wände einsturzgefährdet. Die Friedhofsverwaltung hat einen Ringanker eingezogen und das Grab vom Schutt befreit und so die schön gestalteten Füllhörner rechts und links des Grabsteins aus der dunklen Versenkung geholt. Außerdem pflegt sie das Grab.

Auf dem Lockwitzer Friedhof ebenfalls beerdigt ist der Arzt, Ortschronist und Revolutionär von 1849 Dr. Friedrich Theile. Er ruht unter einem efeuumrankten Grabstein, dessen Inschrift verblasst ist. Der Heimatverein Lockwitz fühlt sich ihm besonders verbunden und hat angeboten, zukünftig das Grab zu pflegen. Es soll eine Bepflanzung mit der Lieblingsblume des verstorbenen Heimatforschers vorgenommen werden: Saxifraga cespitosa L., ein arktisches Polstersteinbrech.

Wir danken Herrn Weiß für diese interessante Führung.

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